„Ich glaube, wenn man nicht an sein Limit geht, dann lebt man sein Menschsein nicht wirklich aus”

Oswald Oelz

AUT-SUI
Arzt.Bergsteiger

Oswald Oelz stammt aus Vorarlberg und hat sich seit den Siebzigerjahren als Bergsteiger, Expeditionsarzt und Höhenmediziner einen Namen gemacht. Seine beiden Leidenschaften, das Extrembergsteigen und die innere Medizin, prägen wie zwei komplementäre Pole seine Biografie.

Einer seiner Forschungsschwerpunkte war die Höhenkrankheit. 1978 war Oelz Arzt jener Expedition, bei der Reinhold Messner und Peter Habeler als erste Menschen den Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen. Selbst Höhenmediziner hatten das zuvor für kaum möglich gehalten. Als Bergsteiger stand er am Gipfel der Seven Summits und bezwang die drei großen Nordwände der Alpen (Matterhorn, Eiger, Walkerpfeiler der Grandes Jorasses).

Heute lebt Oswald Oelz in der Nähe von Hinwil (CH), der Hobbybauer züchtet Schafe und arbeitet als Autor, Vortragsredner und Ratgeber für medizinische Fragestellungen. Oswald Oelz war auch an verschiedenen Rettungsaktionen beteiligt: „Ich erinnere mich an die spektakulären Bergrettungsaktionen als besondere Highlights in meinem Leben. Die Dramatik solcher Augenblicke und die Möglichkeit, allenfalls dabei etwas Sinnvolles zu tun, mobilisiert ungeahnte Kräfte und führt zu einem eigentlichen Natural High“, so Oelz.

Die Rettung von Peter Hillary, 1979 in der Südwestwand der Ama Dablam, bezeichnet der Arzt als „mein absolut bester Adrenalintrip“. „Reinhold Messner und ich wären nie in diese Wand eingestiegen, wären diese Neuseeländer nicht in halber Wand schwer verletzt, allein, hilflos, gewesen. Das Klettern in dieser Stein- und Eisschlaghölle war eines der intensivsten Ganzheitserlebnisse, die ich je hatte.“

Begegne Oswald Oelz bei der Weltpremiere des Films „Der heilige Berg“ am Montag 09. Oktober 2017.

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