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Konsequenter Alpinstil mit Minimum an Ausrüstung – Doug Scott

Doug Scott (Jahrgang 1941) ist – gemeinsam mit Sir Chris Bonington – Englands erfolgreichster Höhenbergsteiger der 70er und 80er Jahre. Insgesamt war er auf 45 Expeditionen in Asien und stand dort auf 40 Gipfeln. Allein zwanzig davon bestieg er über neue Routen oder zum ersten Mal im Alpinstil. Außer 1975 am Everest führte er all seine Besteigungen und Begehungen im Lightweight- oder Alpinstil durch – ohne künstlichen Sauerstoff.

Stürze halten ihn nicht auf

Schon im Alter von 12 Jahren begann Scott in den englischen Black Rocks (Derbyshire) zu klettern. 1958 verbrachte er seine erste Saison in den Alpen, bei der er die Besteigung der Aiguille de Peigne mit einem 25-Meter-Sturz beenden musste. Aber bereits 1961 führte er für die englische Mountain Association in elf Routen rund um Chamonix. Bis Mitte der 60er Jahre war Scott in seiner Heimat und im Alpenraum aktiv. 1970 gelang ihm mit Peter Habeler die erste britische Begehung der »Salathé« im kalifornischen Yosemite. 1974 folgte Scotts erster großer Expeditionserfolg: Unter der Leitung von Chris Bonington glückte die Erstbesteigung des Changabang (6864 m) im Garhwal-Himalaya. Ein Jahr später leitete Bonington dann die britische Everest-Expedition, in deren Verlauf Scott gemeinsam mit Dougal Haston die Erstdurchsteigung der Everest-Südwestwand und damit die erste britische Besteigung des Mount Everest realisierte. Bekannt wurde Scott vor allem mit der Erstbesteigung des extrem schwierigen Ogre (7.285 m) im Karakorum zusammen mit Chris Bonington. Beim Abseilen hatte Scott sich beide Beine gebrochen und musste tagelang vom Berg herab kriechen. Erst 2001 sollte der Ogre seine zweite Begehung durch eine Expedition unter der Leitung von Thomas Huber erhalten.

Vom Commander zum Präsidenten

1994 wurde Doug Scott von der Queen für seine Leistungen zum »Commander of the British Empire« (CBE) ernannt. In den Jahren 1999 bis 2001 war er Präsident des British Alpine Club. Heute lebt Scott mit seiner Frau in der englischen Grafschaft Cumbria und engagiert sich karitativ in seiner Stiftung »Community Action Nepal«, die sich um die Verbesserung der Lebensbedingungen der nepalesischen Bergbevölkerung bemüht. Außerdem ist er Präsident der Jury, die 2009 die Neuauflage der Piolets d’Or, der »Bergsteiger-Oscars«, ab.

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