Bergluft schnupperte Christoph Hainz schon früh. Denn der gebürtige Südtiroler verbrachte seine Kindheit auf einem Bauernhof in 1500 Metern Höhe. Dort oben tobte er sich aus und »missachtete« knapp 20 Jahre lang die umliegenden ebenso wie ferne Gipfel. Nach seiner ersten »gesuchten« Begegnung aber vergingen nur acht Jahre bis er aus seinem Beruf ausstieg. Die ersten Berg-Erfolge ließen nicht lange auf sich warten.
Was 1987 mit der Erstbegehung des »Waldepfeiler« (V+/VII–) am Mur des Pisciadu/ Sella begann, ist heute ein Zeugnis der Bergleidenschaft von Christoph Hainz: über 2000 Routen, darunter Felsklettereien bis zum Schwierigkeitsgrad X– (»Symphonie de liberté«, Eiger-Nordwand, 2000), Mixed-Climbs bis M10+ (»Misch ich fix«, Höhlensteintal, 2005) und über zwanzig Solobegehungen im VI. und VII. Grad.
Neben der Erstbegehung des direkten Shivling-Nordpfeilers (VII, WI 4) in Indien mit Hans Kammerlander war Hainz auch alleine erfolgreich. 1994 gelang ihm die schnellste Solobegehung des Fitz Roy in Patagonien und im Winter 1997 stieg er in nur 8 Stunden alleine durch die Superdirettissima der Großen Zinne-Nordwand. 2003 dann erneut ein spektakulärer Alleingang. In nur viereinhalb Stunden »fegte« Hainz über die »Heckmair-Route« durch die Eiger-Nordwand. Dort eröffnete er auch 2007 mit Roger Schäli die Route »Magic Mushroom« (21 SL, IX).