IMS Date/Location

23.September - 16.Oktober 2016

Showroom Domus / Bauexpert
Vittorio Veneto Straße 1 - Brixen

 

Vernissage.23.September 2016 - 18.30 Uhr

 

Alex Pergher ist in Brixen geboren (1955). Als Kunstmaler, Graphiker, Keramiker und Galerist, lebt und arbeitet er in Mühlbach. Seit 1975 stellt er in Einzel und Kollektivausstellungen in Italien und im Ausland aus. Im Jahre 1999 gründet er die Galerie Milly, Kunstagentur für zeitgenössische Kunst. Von Anfang an bevorzugt Pergher die hyperrealistische Technik, um später den Umgang mit besonderen Mischtechniken zu experimentieren, die man in all jenen Arbeiten erkennen kann, die dem Zyklus „Scripta et Structura, Kugelformen und Labyrinthe“ angehören. Arbeiten in öffentlichen Institutionen und Privatsammlungen in Italien, Österreich und Deutschland.

 

„Amnesie“
Es gibt Maler, die glauben sie würden uns Gutes tun, wenn sie uns nicht aufrütteln und uns durch ihre übliche Ausdrucksform schonend behandeln wollen. Es sind dies nicht nur Maler von Weltrang, sondern auch solche, die sich mit gediegenem örtlichem Ansehen begnügen. Eine Zeit lang schien sich auch Alex Pergher in diesem Kontext wohl zu fühlen; seine Arbeiten waren uns so vertraut wie ein langjähriger, zuverlässiger Lebensgefährte.

Seit einiger Zeit hat sich die Palette geändert und der Künstler hat neue Wege eingeschlagen, die uns wahrscheinlich überraschen. Es zeichnet sich ein tiefer empfundenes Vordringen zur Synthese ab, ein Ziel, dem sich Pergher auf zwei unterschiedlichen Bahnen nähert. In erster Linie darf man nicht vergessen, dass wir es mit einem großen Zeichner zu tun haben, einem Meister des Striches. Es drängt sich hier geradezu das Beispiel von Pollock auf, der viele Jahre intensives und verbissenes Studium eben der Zeichnung widmete, bevor er jene Arbeiten hervorbrachte, für die er in die Geschichte einging. Kurzum, man muss sich zuerst der Zeichnung bemächtigen, um sie zu verlassen. Der zweite Weg ist eng mit dem Gefallen an bildhafter Darstellung verbunden.

Eine Lust, die in Pergher tief verwurzelt ist; seine Anfänge als raffinierter Hyperrealist kann man nicht vergessen. Wenn es wahr ist, dass man hinter den äußeren Schein sehen und die Formen der Natur verlassen muss, um an den tieferen und vollständigeren Sinn der Dinge heranzukommen – das ist der Weg, den die moderne Kunst angefangen mit Kandinskij ging, im Versuch, durch das Überschreiten der Form in das Wesen der Dinge einzudringen - so ist ebenso wahr, dass derselbe Versuch auch über das Festhalten am Bildhaften führen kann; demnach könnte man die Kunst Alex Perghers auch als einen Prozess der Transzendenz des Figurativen bezeichnen.

Georg Von Metz Schiano

 

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