Top-Bergsteiger
Thomas Huber

Geboren am 18.11.1966
Geboren in Palling/Oberbayern
Nation: Deutschland
Beruf: Bergführer und Berufsbergsteiger
Der Ältere der "Huberbuam" bildet gemeinsam mit seinem Bruder Alexander eine der profiliertesten Seilschaften des zeitgenössischen Alpinismus. Seine Leidenschaft gehört neben dem Besteigen der Berge auch dem schnellen Abstieg in Form eines Base Jumps! Er ist Gewinner des Piolets D'or 2001 und engagiert sich auch im sozialen Bereich: Mit seinem Bruder unterstützt er den Verein "Himalaya-Karakorum-Hilfe e.V."
Thomas Huber - Ein leben aus Leidenschaft
Thomas ist der ältere der beiden Huberbuam und wird als erster vom Vater in die Bergwelt mitgenommen. Bald folgt sein jüngerer Bruder Alexander nach und der erste gemeinsame Kletterurlaub im Wilden Kaiser zeigt, dass Thomas in seinem kleinen Bruder den idealen Kletterpartner gefunden hat. Es folgen Wiederholungen und Erstbegehungen im gesamten Alpenraum – Sportklettern, Eisklettern - alles wird mit echter Leidenschaft betrieben. Die Spuren, die dabei von ihm hinterlassen werden, sind von verschiedenster Art: ein Highlight ist die erste Rotpunktbegehung der alpinen Felsroute „the end of silence X+/ 8b+“ eine der drei schwierigsten freikletterrouten der Welt. Nachdem Thomas 1995 verletzungsbedingt passen musste, gelingt ihm ein Jahr nach Alexander, die freie Begehung der salathé 5.13b/ 8a+ am „El capitan“ im Yosemite Valley, Kalifornien.
Himalaya Calling
Seit 1997 jedoch wendet er sich mehr und mehr dem Himalaya -Bergsteigen zu: dem Erschließen extremer Routen in großen Höhen. Zusammen mit AlexanderHuber, Toni Gutsch und Conrad Anker gelingt Thomas die Durchsteigung der Westwand des Lathok II,7108m. Im Jahr 2000 glückt ihm eine der spektakulärsten Linien im Himalaya: der 1000m hohe direkte Nordpfeiler des Shivling, 6543m, einem formschönsten Berge der Welt, der Thomas Huber und seinem Zufalls – Seilpartner Iwan Wolf (Alexander fiel kurzfristig wegen einer Mandelentzündung aus) auch die Auszeichnung mit dem Kletter Oskar „ Piolets D´Or“ einbringt. Das nächste Ziel ist der der Gipfel des Ogre im Karakorum (7258m), seit der dramatischen Erstbesteigung 1977durch Chris Bonington und Doug Scott in bisher 20 Versuchen unbestiegen. 2001 gelingt Thomas Huber mit den Schweizer Seilpartnern Iwan Wolf und Urs Stöcker die Besteigung des Baintha Brakk, wie der Ogre bei den Einheimischen heißt. Zurück in den Dolomiten, ist ein weiterer Höhepunkt die Bezwingung aller drei Zinnen in 24 Stunden, mit jeweiligen Abstieg per Basejump. 2008 schaffte Thomas die ursprünglich mit Dean Potter (auch Gast des IMS 2011) geplante Serie im dritten Anlauf, nachdem Verletzungen ihn immer wieder zurückwarfen. Doch auch mit über 40 Jahren gibt es für Thomas kein halten: Im Duo mit Alexander schaffte er 2009 die erste komplette Rotpunkt – Begehung von „Eternal Flame“ am „Nameless Tower“ in der Trango Gruppe im Karakorum, eine über 1000 m hohe Felsnadel aus bestem Granit, erschlossen durch Wolfgang Güllich 20 Jahre zuvor, jedoch noch nie ganz durchklettert.
Rock and Roll mit drei Kindern
Neben seiner Kletterleidenschaft ist Thomas Vater von drei Kindern und seit 2006 verheiratet. Die ersten beiden Ausgaben des IMS versäumte er, weil er sich jedes Jahr Anfang November sehr konsequent auf großen Familienurlaub begibt. Doch seine unbedingte Liebe zu den Bergen und dem Rock and Roll kann das Familienleben nicht zähmen: Thomas ist Sänger der Band Pastic Surgery Desaster und sagt über sein Kletterdasein: „Ich bin eine brutale Maschine. Wenn ich losgehe, gehe ich.“












































