Top-Bergsteiger
Simon Gietl

Geboren am 05.11.1984
Geboren in St. Johann im Ahrntal/ Südtirol
Nation: Italien
Beruf: Bergsteiger
Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Doch auch wer etwas später beginnt, kann es noch weit bringen. Simon Gietl ist dafür ein gutes Beispiel. Während heute Nachwuchskletterer wie Tito Traversa bereits mit sechs Jahren die Wände erobern, beginnt Simon erst mit achtzehn Jahren zu klettern. Doch einmal alpinen Appetit bekommen, stillt er diesen nun fast ohne Pause. Gemeinsam mit Teamkollege Roger Schäli erreichte der junge Südtiroler 2009 den Gipfel des Cerro Fitz Roy in Patagonien. Die letzte Expedition zum Arwa Spire im Himalaya musste tragischerweise nach dem Absturz des Kameramannes abgebrochen werden. Simon aber hat mit dem Gipfelstürmen gerade erst begonnen.
Fühl dich stark, aber nicht unsterblich
Simon Gietl (geboren am 5. November 1984) aus St. Johann im Ahrntal ist einer der vielversprechendsten Alpinisten Südtirols. Obwohl er erst mit 18 Jahren mit dem Klettern begann, bewies er bald, zusammen mit seinem Bruder Manuel, sein Talent bei einigen interessanten Projekten in den Dolomiten, zum Beispiel mit der Wiederholung von Mutschlechner am Heilig-Kreuzkofel oder dem Zauberlehrling mit insgesamt 23 Seillängen, bei der es sich laut Christoph Hainz um eine psychologisch und klettertechnisch extrem anspruchsvolle Route handelt. Die zwei waren die die erste Südtiroler Seilschaft die diese Route bewältigte. Weiterhin bezwangen Simon und Manuel Routen wie „Loss lei heb schun“ (IX-, Heiligkreuzkofel), „Absolut Potent“ (IX-, Meisules Türme) , „Haar im Arsch“ (VIII+, Sella) und Rondo Veneziano (IX-, Torre Venezia) und durchkletterten die Cima Scotoni Südwestwand über eine überaus anspruchsvolle Alpinroute mit Schwierigkeiten bis zum 9. Grad.
Klettern, aber mit Stil
Simon sorgte zudem mit der Begehung aller Nordwände der Drei Zinnen in 17 Stunden für Aufsehen. Matterhorn, Piz Badile und die Nordwand des Eiger meisterte er innerhalb von sechs Tagen und er wiederholte Extremklassiker wie die La perla preziosa (IX+) am Heilig- Kreuzkofel onsight.
Für ihre Erfolge und den sauberen Stil, mit dem sie in den heimischen Bergen klettern, wurde das Duo 2010 von Bergsteiger-Legende Reinhold Messner mit einem Geldpreis für eine gemeinsame Expedition ausgezeichnet. Simon verwendet nach Möglichkeit keine Bohrhaken, sondern bevorzugt Friends und Klemmkeile für seine Touren.
Auf allen Gipfeln zuhause
Auch außerhalb Südtirols machte Gietl schon des Öfteren von sich reden, unter anderem mit vier Gipfelsiegen in sechs Wochen in Patagonien gemeinsam mit dem Schweizer Roger Schäli, mit dem er noch zahlreiche weitere Erfolge feiern konnte. Neben Bruder Manuel ist Roger sein fester Seilpartner, zusammen bilden sie ein eingespieltes Team. Im August 2010 wagten die beiden mit dem Österreicher Daniel Kopp die Erstbegehung von Eventyr, einer 1350-Meter-Bigwall in Ost-Grönland, bei der sie alle 40 Seillängen im ersten Versuch Rotpunkt klettern konnten. Anfang Februar 2011 stellten sie zusammen einen noch aufrechten Speed Rekord in der Eigernordwand auf – in 4.25 stunden durchsteigen sie die legendäre Wand. Kurz darauf gelang ihnen eine erste Winterbegehung an der westlichen Zinne.












































