Top-Bergsteiger
Adam Ondra

Geboren am 05.02.1993
Geboren in Brno/Brunn
Nation: Tschechien
Beruf: Student
Er hat das Klettern revolutioniert und neu definiert. Nichts scheint mehr unmöglich, keine Steigerung undenkbar. Vier 8c+ Routen, onsight geklettert innerhalb weniger Tage (zwei davon mit nur einer Stunde Pause dazwischen) beweisen seine Ausnahmestellung. Das tschechische Wunderkind zählte bereits im Alter von 13 Jahren zur Weltspitze. Seitdem er denken kann, ist Adam Ondra mit seinen Eltern, die auch beide klettern in den Bergen unterwegs. Und seitdem ist er nicht mehr zu stoppen.
Klettern wie die Luft zum Atmen
Adam Ondra gehört mit 18 Jahren bereits zur absoluten Weltspitze im Sportklettern. Er hat das Klettern und seine Schwierigkeitsgrade revolutioniert und neu definiert. Nichts scheint mehr unmöglich, keine Steigerung undenkbar. Vier 8c+ Routen, onsight geklettert innerhalb weniger Tage (zwei davon mit nur einer Stunde Pause dazwischen) beweisen seine Ausnahmestellung. Das tschechische „Wunderkind“ zählte bereits im Alter von 13 Jahren (erste 9a) zur Weltspitze. Seitdem er denken kann, ist Adam Ondra mit seinen Eltern, die auch beide klettern, in Bergen auf der ganzen Welt unterwegs und hat es erlernt wie andere das Laufen - er lebt in seiner eigenen, vertikalen, Dimension.
Die Vorspeise: Sportklettern
Im Jahr 2009, als er mit 16 Jahren zum ersten Mal in der Erwachsenenklasse des Sportkletterweltcups teilnehmen durfte (und vorher die Jugendbewerbe dominierte) gewann Adam auf Anhieb den Gesamtweltcup und wurde bei der WM in China zusätzlich Vizeweltmeister in der Leadklasse.
Im Jahr darauf gewann er mit drei Tagessiegen auch die Gesamtwertung im Bouldern und ist damit bisher der einzige Kletterer, dem es gelang, hintereinander sowohl im Schwierigkeitsklettern als auch im Bouldern den Gesamtweltcup für sich zu entscheiden. Auch 2011 war er sowohl beim Bouldern als auch in der Sportkletter WM ganz vorne mit dabei und gewann u.a. das traditionsreiche Arco Rock Master.
Die Hauptspeise: Alpinklettern
Doch seine wahre Leidenschaft gilt dem Fels. Seit Adam mit sechs Jahren dank der Kletterleidenschaft seiner Eltern in den Bergen mit dem Klettern begann, bevorzugt er Stein vor Plastikgriffen und Berge vor Hallen.
Ein Wochenende der Familie Ondra sieht seit Jahren so aus: Freitag nach Schulschluss geht es vom Wohnort Brno (Brünn in Tschechien) im Campingbus der Familie in Richtung Berge. Alles was sich in einer Tagesreise erreichen lässt, zählt zu den potentiellen Zielen, es gibt wohl kaum einem Klettergebiet in Reichweite mit anspruchsvollen Routen, dem die Ondras noch keinen Besuch abgestattet hätten. Adam küsst alte Klassiker, an die sich Jahrzehnte keiner mehr herantraute, wach (Rotpunkt von WoGu im Ratikon, ), setzt mit selbst eröffneten Routen neue Maßstäbe (La Capella, Chaxi Raxi und La Planta de Shiva, alle 9b) und ist, falls er nicht gerade die Schulbank drückt, immer an irgendeiner Wand anzutreffen. Dabei zieht er immer weitere Kreise: 2011 besuchte er bisher Spanien, Südafrika, Madagaskar, die Schweiz und England, und wird wohl, sobald er die Schule beendet hat, noch mehr Zeit für sein Kletterleben zur Verfügung haben. Bei all dem ist er bescheiden, zurückhaltend und aufs Kettern fokussiert. Seine Vermarktung sind die zahlreichen schweren Routen, die er andauernd bewältigt. Man darf gespannt sein, wie diese enge Mensch/Berg Beziehung weitergehen wird. Adam Ondra hat der Kletterwelt jedenfalls bereits sehr viel gegeben - ehrliche Begeisterung, einen starken Willen und menschliche Bescheidenheit.












































