Congress: Rettung von den höchsten Bergen der Welt: Fernrettung aus Europa oder Ausbildung vor Ort?Congress: Rettung von den höchsten Bergen der Welt: Fernrettung aus Europa oder Ausbildung vor Ort?

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Rettung von den höchsten Bergen der Welt: Fernrettung aus Europa oder Ausbildung vor Ort?

Datum: Freitag, 5. November
Uhrzeit:
9.00- 16.00 Uhr
Ort:Forum Brixen, Romstr. 9
Eintritt:14 €

 

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Was ging im Extrembergsteiger Simone Moro vor, als er bei seiner Besteigung des Lhotse auf bereits über 8.000 Metern auf den Gipfel verzichtete und stattdessen einem jungen britischen Bergsteiger das Leben rettete? Welche Erfahrungen prägten Iztok Tomazin, der als bester Bergsteiger unter den Rettungsärzten weltweit gilt, bei seinen Rettungsaktionen im Himalaya? Wie ist es derzeit überhaupt um die Bergrettung in Pakistan und Nepal bestellt?

Bergrettung in extremen Höhen ist heute aktueller denn je. Anlass dazu geben sowohl tragische als auch spektakuläre Rettungsaktionen, die die Medienwelt mit großem Interesse verfolgt: die höchste je durchgeführte Flugrettung am Annapurna im Mai 2010 und zahlreiche Tragödien der vergangenen Jahre in der „Todeszone“ im Himalaya und Karakorum (Everest 1996, Nanga Parbat 2008, Lantang Lirung 2009). Die Problematik beschäftigt Alpinisten und Bergretter bereits seit dem historischen Gipfeltreffen in Marrakesh 1987, bei dem die Internationale Vereinigung der Alpinismusverbände (UIAA) einen ethischen Kodex festlegte, der für Expeditionen gelten sollte. Gerade innerhalb der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen (ICAR MEDCOM) flammte die Diskussion nun erneut auf.

„Rescue from the world’s highest mountains“, die Rettung von den höchsten Bergen der Welt, ist das Schwerpunktthema der ganztägigen Veranstaltung, die vom EURAC-Institut für Alpine Notfallmedizin organisiert wird und im Rahmen des IMS stattfindet. Diskutiert wird insbesondere die Frage, inwieweit es sinnvoll ist, eine hochspezialisierte Bergrettungseinheit mit Sitz in Europa einzurichten, die für Fernrettungen weltweit eingesetzt werden kann. Oder ob nicht vielmehr die Ausbildung von Bergrettern und Einrichtung von Rettungsbasen vor Ort – nach dem Beispiel von Air Zermatt in Nepal – effizienter ist.

Das EURAC-Institut für Alpine Notfallmedizin (www.eurac.edu) wurde 2009 als erstes Forschungsinstitut auf diesem Fachgebiet begründet. Die Forschungsziele betreffen alle Bereiche der Alpinen Notfallmedizin mit dem Ziel, die Rettung und Behandlung von Berg-Unfallopfern fortlaufend zu verbessern. Die Forschungsschwerpunkte umfassen Themen wie Kältetraumen und die epidemiologische Erfassung und Behandlung von Verletzungen und akuten Erkrankungen im unwegsamen Gelände sowie die damit verbundenen Bergungs- und Transportrisiken.

Partner:
EURAC – Europäische Akademie
Kontaktperson: Stephan Ortner - Direktor Institut für alpine Notfallmedizin
Kontaktperson: Dr. Hermann Brugger  
IKAR -CISA Ist die weltweit offene Plattform für den Austausch von Bergrettungs Know-How.

 

 

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